Jassen steht seit 2014 auf der Liste der Lebendigen Traditionen der Schweiz — geführt vom Bundesamt für Kultur, gleichauf mit Schwingen, Jodeln und dem Alphorn. Alle drei haben seit Jahrzehnten nationale Verbände. Das Jassen hatte keinen. Warum eigentlich nicht?
Ehrliche Antwort: Wir wissen es auch nicht. Also haben wir einen gegründet.
Der Jassverband Schweiz ist am 15. Januar 2026 in Zürich entstanden — mit dem Ziel, eine Tradition, die seit Generationen gelebt wird, mit Elan in die Zukunft zu führen. Nicht, weil am Stammtisch etwas falsch läuft. Sondern weil wir dem Jassen jetzt das Format geben, das ihm zusteht: ein nationales Netzwerk, eine zentrale Anlaufstelle und Sichtbarkeit über die eigene Viererrunde hinaus.
Was der Verband konkret plant — von der Digitalisierung bis zu einem neuen Turnierformat —, darüber werden wir laufend berichten. Etwas vorweg: Es wird eine Schweizermeisterschaft geben. Dazu aber später mehr.
Dass das Jassen einen Verband verdient, hat übrigens schon der Bundesrat festgehalten — auf seine Weise:
«Ja, weil normalerweise, wenn man jasst, passiert das zu viert.»
Der Jassverband Schweiz wurde von Remo Prinz, Fabian Cadonau und Dr. Erich Studerus gegründet.