Historische Jassrunde im Jahr 1942 an einem gemeinsamen Tisch.
Eine Jassrunde im September 1942: gelebte Tradition am gemeinsamen Tisch.Bild: Ernst Klöti / Zentralbibliothek Solothurn, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons. Ausschnitt bearbeitet.

Das Jassen gehört zu den Lebendigen Traditionen der Schweiz. Der Bund führt es als immaterielles Kulturerbe – als gesellschaftliche Praxis, die Menschen über Generationen hinweg an einen Tisch bringt. Jetzt stärkt er mit einem konkreten Beitrag die zeitgemässe Vermittlung dieser Tradition.

Das Bundesamt für Kultur hat unser Fördergesuch geprüft und gutgeheissen. Das Projekt «Zeitgemässe Vermittlung der Jasskultur 2026» erfüllt die Förderkriterien zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes und wird mit 25'000 Franken unterstützt.

Ein starkes Zeichen für die Jasskultur

Die Förderung verbindet kulturelle Bewahrung mit zeitgemässer Wissensvermittlung. Sie stärkt eine Infrastruktur, die bestehendes Jasswissen sichert, frei zugänglich macht und für kommende Generationen weiterentwickelt.

Für den Jassverband Schweiz ist die Gutheissung zugleich Anerkennung und Auftrag. Wir schaffen die Grundlage, damit Regeln, Varianten, Begriffe, Geschichte und taktisches Wissen dauerhaft erhalten bleiben und von allen genutzt werden können.

Im März stand der Verband am Tag der Volkskultur erstmals in der Wandelhalle des Bundeshauses. Fünf Monate später liegt der Entscheid des Bundesamts für Kultur vor.

Kuppel und Nordfassade des Bundeshauses mit Schweizerkreuz und Helvetia-Gruppe.
Symbolbild: Das Bundeshaus in Bern steht für die Unterstützung durch den Bund. Den Projektbeitrag hat das Bundesamt für Kultur bewilligt.Bild: Bundesparlamentsdienste / parlament.ch, via Wikimedia Commons.

Wofür der Beitrag eingesetzt wird

Das Projekt sichert das bestehende Jasswissen institutionell unter dem gemeinnützigen Dach des Jassverbands Schweiz. Die Inhalte von jasswiki.ch werden unter der freien Lizenz CC BY-SA veröffentlicht. Dadurch stehen sie allen Menschen zur Nutzung und Weitergabe offen.

Die Wissenssammlung wird mit Grafiken, Kartenbildern und verständlichen Spielsituationen didaktisch aufbereitet. Regeln, Kartenwerte, Stichlogik, Varianten und taktische Grundsätze werden so leichter zugänglich – für erfahrene Jasserinnen und Jasser ebenso wie für Menschen, die das Spiel neu entdecken.

Französische und italienische Fassungen erschliessen die Inhalte für weitere Sprachregionen. Damit wächst eine gemeinsame Wissensbasis für die Deutschschweiz, die Romandie und die italienischsprachige Schweiz.

Gleichzeitig erfassen wir Jassvereine und Jassgruppen aus dem ganzen Land. Ein nationales Verzeichnis führt Interessierte direkt zu lokalen Spielgruppen und Stammtischen. Regionale Varianten, Hausregeln und Begriffe fliessen in die Dokumentation ein und machen die Vielfalt der Schweizer Jasskultur sichtbar.

Über Sprach- und Generationengrenzen hinweg

Das Bundesamt für Kultur formuliert für das Projekt ein klares Ziel: die Jasskultur über Sprach- und Generationengrenzen hinweg bewahren und Interessierte an die physischen Jasstische führen.

Digitale Vermittlung und gemeinsames Spielen verfolgen dabei dieselbe Richtung. Zugängliches Wissen schafft Sicherheit beim Einstieg. Vereine und Jassgruppen schaffen Begegnung, Gemeinschaft und gelebte Spielpraxis.

Genau darin liegt unser Auftrag: Wissen sichern, Menschen verbinden und neue Spielerinnen und Spieler an den Jasstisch führen.

Rückenwind

Wir danken dem Bundesamt für Kultur für das Vertrauen.

Die Unterstützung des Bundes entfaltet Wirkung über den finanziellen Beitrag hinaus. Sie zeigt jedem Jassverein und jeder Jassrunde im Land: Euer Spiel gilt als Kulturgut, und seine Weitergabe geht die ganze Schweiz etwas an.

Dieser Rückenwind gehört allen, die am Jasstisch sitzen, Wissen weitergeben und die Jasskultur mit Leben füllen.

Wir machen diese Unterstützung mit Freude sichtbar. Das offizielle Logo des Bundesamts für Kultur steht künftig auf jassverband.ch, jasswiki.ch und den Kommunikationsmitteln des geförderten Projekts.

Unterstützt durch:

Logo des Eidgenössischen Departements des Innern EDI, Bundesamt für Kultur BAK.